„Mesotheliom diagnostiziert, Chemo wirkt nicht—gibt es noch eine Option?“ Mesotheliom ist ein seltener, aggressiver Tumor, oft asbestbedingt; bei fortgeschrittenem Stadium beträgt die mediane Überlebenszeit etwa 1 Jahr, die konventionelle Chemo ist begrenzt. Verzenio (Abemaciclib), ein CDK4/6-Hemmer, hat in Studien bei p16ink4a-negativem, chemorefraktärem Mesotheliom Potenzial gezeigt und bietet fortgeschrittenen Patienten neue Hoffnung.
Mesotheliom ist ein bösartiger Tumor der Mesothelzellen (Pleura, Peritoneum, Perikard). Pleuramesotheliom macht ~81 % aus. Oft späte Diagnose mit Brustenge, Atemnot, Brustschmerz, Bauchbeschwerden, Gewichtsverlust. Hauptursache Asbest (Latenz 35–40 Jahre); Strahlung, BAP1/CDKN2A-Mutationen spielen mit. Standard: Operation, Chemo, Strahlentherapie; fortgeschritten oft Cisplatin plus Pemetrexed, mit begrenztem Nutzen und deutlicher Toxizität.
Verzenio (Abemaciclib) ist ein CDK4/6-Hemmer von Lilly, zuerst bei Brustkrebs zugelassen. ~70 % der malignen Mesotheliome haben CDKN2A-Verlust und p16-Anomalie, dadurch anhaltende CDK4/6-Aktivierung; Verzenio hemmt CDK4/6, blockiert den Zellzyklus und kann Seneszenz/Apoptose auslösen—passt zur Mesotheliom-Biologie. Höhere Selektivität für CDK4, geringere hämatologische Toxizität.
MiST2 Phase 2: 26 Patienten mit platinrefraktärem, p16ink4a-negativem (CDKN2A-alteriertem) Mesotheliom. Schema: Verzenio 200 mg p.o. 2×/Tag, 28-Tage-Zyklen, 24 Wochen. Ergebnis: 12-Wochen-Krankheitskontrollrate 54 % (95 %-KI 36–71)—über die Hälfte mit Tumorrückgang oder -stabilität. Präklinsisch: Verzenio plus Cisplatin/Pemetrexed besser als Chemo allein, irreversibel; ~80 % der Pleuramesotheliome haben phosphoryliertes CDK4 und sind möglicherweise sensibler für CDK4/6-Hemmer.
Eignung (Arzt bestätigt): pathologisch gesichertes Mesotheliom (Pleura/Peritoneum), p16ink4a-negativ in IHC (CDKN2A-Alteration); Progress nach mindestens einer platinbasierten Linie, messbare Erkrankung; ECOG 0–1, Lebenserwartung ≥12 Wochen, ausreichende Organfunktion. Kontraindikationen: schwere Leber-/Niereninsuffizienz, Schwangerschaft/Stillen, Allergie gegen Verzenio. Dosis: 200 mg p.o. 2×/Tag, gleiche Tageszeiten, mit/ohne Essen; 28-Tage-Zyklen bis Progress oder intolerable Toxizität; bei schweren Nebenwirkungen Pause/Reduktion (z. B. 150 mg 2×/Tag) nach Anweisung—nicht selbst anpassen. Nebenwirkungen: Durchfall am häufigsten—Flüssigkeit, Schonkost, bei Durchfall Antidiarrhoikum, bei >6×/Tag zum Arzt; Blutbild—wöchentlich BB, ggf. G-CSF, Infektions-/Verletzungsprophylaxe; Müdigkeit/Übelkeit—kleine Mahlzeiten, Ruhe; Grapefruit meiden. Pflege/Nachsorge: eiweiß- und vitaminreich, leicht verdaulich; Schlaf, leichte Bewegung, psychische Unterstützung; alle 4 Wochen Thorax-/Abdomen-CT mit Kontrast, BB, Leber/Niere; bei Beschwerden zeitnah melden.
Können alle Mesotheliom-Patienten Verzenio bekommen? Nein. Geeignet bei p16ink4a-negativ, platinrefraktär; Testung erforderlich. Heilbar? Mesotheliom ist nicht heilbar; Verzenio zielt auf Krankheitskontrolle, Progressverzögerung, Überlebensverlängerung und Lebensqualität. MiST2: 54 % 12-Wochen-Krankheitskontrolle. Mit Chemo/Strahlung kombinierbar? Unter ärztlicher Kontrolle ja; Kombination mit Cisplatin/Pemetrexed kann wirksamer sein, erhöht aber Toxizität—individualisieren. Kosten/Erstattung? Verzenio teuer; Mesotheliom-Einsatz off-label, oft nicht erstattet; Herstellerprogramme prüfen. Wirkt es nach Chemo-Versagen? Ja; MiST2 nur platinrefraktäre Patienten, 54 % Krankheitskontrolle—mit Arzt besprechen.
Verzenio bietet neue Hoffnung bei p16ink4a-negativem, chemorefraktärem Mesotheliom durch CDK4/6-Hemmung und Kontrolle der Proliferation, mit nachgewiesener Wirksamkeit und überschaubaren Nebenwirkungen. Bei Mesotheliom mit Progress nach Chemo: onkologische Beratung zu p16ink4a-Testung und Verzenio-Eignung; bei laufender Verzenio-Therapie: ärztlichen Plan und Pflege/Nachsorge einhalten. Dieser Leitfaden dient nur der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wir wünschen jedem Patienten neue Optionen und ein längeres Leben in besserer Qualität.
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