„Multiples Myelom diagnostiziert, Chemo wirkt nicht gut, und wir haben Angst vor Resistenz—gibt es neue Optionen?“ MM tritt oft zwischen 55–65 Jahren auf; in China etwa 35.000–40.000 Neuerkrankungen pro Jahr. Kisqali (Ribociclib), ein CDK4/6-Hemmer, ist bei Brustkrebs zugelassen, zeigt aber in der Behandlung des rezidivierten/refraktären MM Potenzial und bietet manchen Patienten neue Hoffnung.
Das multiple Myelom (MM) entsteht durch krankhafte Vermehrung von Plasmazellen im Knochenmark. Typisch: Knochenbeteiligung, Anämie, Nierenfunktionsstörung, Hyperkalzämie, Infektions- und Blutungsneigung; manche haben lange keine Symptome. Unbehandelt kann fortgeschrittenes MM innerhalb von 6 Monaten tödlich sein; Kombinationstherapien erreichen ~80–95 % Ansprechen und ~15–50 % komplette Remission. Hauptprobleme: konventionelle Chemo hat erhebliche Nebenwirkungen (Haarausfall, Übelkeit, Myelosuppression); Resistenz ist häufig, rezidivierte/refraktäre Patienten geraten in einen „Remission–Rezidiv–Rezidiv“-Kreislauf; viele zielgerichtete Substanzen—Patienten fällt die Einordnung schwer. Kisqali wirkt gezielter auf Tumortargets, schont normale Zellen und kann bei der Resistenzbehandlung helfen; es wird in MM-Studien erprobt.
Kisqali (Ribociclib) ist ein oraler CDK4/6-Hemmer. Es hemmt CDK4/6 und stoppt so Wachstum und Teilung der Tumorzellen, um die Erkrankung zu kontrollieren. CDK4/6 wirken wie ein „Schalter“ für das Tumorwachstum; Kisqali schaltet ihn aus, sodass abnorme Plasmazellen nicht weiter wachsen, bei geringerer Schädigung gesunder Zellen—der Kernvorteil gegenüber Chemo. Zugelassen ist es vor allem für HR+/HER2- Brustkrebs; in der explorativen MM-Kombinationstherapie zeigt sich ein möglicher Nutzen, besonders bei einigen Patienten, die auf Proteasominhibitoren (z. B. Ixazomib) refraktär sind.
Kisqali ist für MM noch nicht regulär zugelassen, aber frühe Studien deuten auf Wirksamkeit. In einer explorativen Studie: Kisqali plus Dexamethason und Lenalidomid bei 30 rezidivierten/refraktären Patienten—ORR 46,7 %, davon 2 komplette Remissionen, medianes PFS 8,2 Monate; die Kombination war wirksamer als Einzelstoffe bei vertretbarer Toxizität. Fall: 68-jähriger Mann, MM seit 3 Jahren, zuvor Bortezomib und Ixazomib, mehrere Rezidive und schwere Polyneuropathie; Umstellung auf Kisqali plus Dexamethason—nach 2 Zyklen Besserung der Knochenschmerzen, Plasmazellanteil im Knochenmark von 38 % auf 12 %; nach 4 Zyklen partielle Remission, keine schweren Nebenwirkungen, nach 6 Monaten stabil.
Anspruch: rezidiviertes/refraktäres MM, besonders bei Refraktarität gegenüber Proteasominhibitoren (Bortezomib, Ixazomib) oder Immunmodulatoren (Lenalidomid) und Unverträglichkeit intensiver Chemo; bei manchen Hochrisiko-Erstmanifestationen kann Kisqali nach ärztlicher Einschätzung Teil eines Kombinationsschemas sein. Dosierung: 600 mg p.o. 1×/Tag (3×200 mg Tabletten), 21 Tage einnehmen / 7 Tage Pause, 28-Tage-Zyklus; täglich gleiche Uhrzeit (nüchtern oder mit Essen), Tabletten unzerkaut schlucken. Regelmäßig BB und Leberwerte, Dosisanpassung (z. B. 600→400→200 mg) nur nach Anweisung. Nebenwirkungen: Neutropenie (~62,5 %)—wöchentlich BB, ggf. G-CSF, Infektionsschutz, bei Fieber zum Arzt; Übelkeit/Erbrechen/Durchfall—Antiemetikum, leichte Kost, Flüssigkeit, bei >3 Stühlen/Tag melden; Müdigkeit, Haarausfall (reversibel); Kopf-/Rückenschmerzen, Leberenzymerhöhung—Ruhe, Leberkontrolle, Alkohol meiden. Bei schweren Nebenwirkungen (Gelbsucht, Bauchschmerzen, QT-Verlängerung) sofort absetzen und Arzt aufsuchen.
(1) Vorbehandlung: Knochenmark, BB, Leber/Niere, FISH, Bildgebung; Arzt beurteilt Stadium, Allgemeinzustand und Resistenz und legt fest, ob Kisqali geeignet ist und welche Kombination (z. B. Kisqali+Dexamethason, Kisqali+Lenalidomid+Dexamethason). (2) Regelmäßige Einnahme: feste Tageszeit, nicht eigenmächtig absetzen, reduzieren oder auslassen; bei vergessener Dosis nicht am nächsten Tag verdoppeln. (3) Regelmäßige Kontrollen: wöchentlich BB, alle 2 Zyklen Leber/Niere, Knochenmark und Bildgebung; Nebenwirkungen melden. (4) Alltag: eiweiß- und vitaminreiche, gut verdauliche Ernährung; starke Belastung meiden (Frakturrisiko), leichte Bewegung; seelische Unterstützung.
Heilbar? MM ist nicht heilbar; Kisqali zielt auf Krankheitskontrolle, Symptomlinderung, Überlebensverlängerung und Lebensqualität; manche erreichen lange Stabilität oder tiefe Remission. Wie lange einnehmen? Individuell; keine feste Dauer—solange stabil und verträglich, bis Progress oder Unverträglichkeit, dann Neuentscheidung mit dem Arzt. Kosten/Erstattung? Kisqali ist vor allem für Brustkrebs zugelassen; MM-Einsatz ist explorativ und oft nicht erstattet; nach Herstellerprogrammen fragen. Kräuter/Supplemente? Ohne ärztliche Rücksprache nicht empfohlen—Wechselwirkungen und Belastung von Leber/Niere möglich. Was wenn es nicht wirkt? Bei fehlendem Ansprechen oder Progress nach 2–3 Zyklen erneute Beurteilung; Optionen z. B. Wechsel der Kombination (Lenalidomid→Thalidomid), andere zielgerichtete Therapie (bispezifische Antikörper, CAR-T), Dosisänderung oder andere Schemata (Chemo, Transplantation)—der Arzt entscheidet.
Das multiple Myelom ist schwer heilbar, aber die zielgerichteten Optionen wachsen. Kisqali (Ribociclib) als CDK4/6-Hemmer hat in der explorativen MM-Therapie Nutzen und akzeptable Sicherheit gezeigt und bietet rezidivierten/refraktären Patienten neue Hoffnung. Das Behandlungskonzept muss von Hämatologen/Onkologen festgelegt werden; kein eigenmächtiger Kauf oder Einnahme. Dieser Leitfaden dient nur der Information. Wir wünschen jedem Patienten Klarheit und ein längeres Leben in besserer Qualität.
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