„Nach der Krebsdiagnose—kann TCM neben Chemo und Bestrahlung helfen?“ „Vertragen sich chinesische Kräuter mit Westmedizin?“ In China über 4,5 Mio. Neuerkrankungen pro Jahr; immer mehr suchen TCM als Ergänzung. TCM-Krebstherapie zielt auf „Gesundes stützen, Pathogenes ausleiten“ und „Wurzel und Zweig behandeln“—Leiden lindern, Rückfallrisiko senken, Lebensqualität verbessern. Dieser Leitfaden erklärt Prinzipien, Methoden, wann TCM passt, Mythen und FAQ.
TCM bei Krebs ist mehr als „Kräuter zur Regulation“. Kern ist: gesunde Qi (Zheng Qi) stützen, pathogene Faktoren (Xie) ausleiten, Wurzel und Zweig behandeln. Krebs wird als Folge von langfristigem Qi-Mangel, Qi-Blut-Stase, Schleim-Toxin etc. gesehen. Stützen: Körper kräftigen, Organfunktion wiederherstellen, Immunität stärken, Rückfall und Metastasen vorbeugen. Ausleiten: Hitze und Toxin klären, Blut beleben und Stase auflösen, Härte weichen—Tumorwachstum bremsen, Schmerz und Ergüsse lindern. Wurzel und Zweig: aktuelles Leid (Zweig) und Gesamtbalance (Wurzel) angehen für „Leben mit Krebs“ und bessere Lebensqualität. Studien: integrative TCM-West bei fortgeschrittenem Lungenkrebs—1-Jahres-Überleben 68,7 %, 18,7 % höher als West allein; Chemo/Strahlentherapie-Nebenwirkungen um 42,3 % reduziert; Appetit, Schlaf, Schmerz verbessert.
TCM behandelt nach Muster—kein Schema für alle. Vier Säulen: (1) Chinesische Kräuter: nach Mustertyp (Qi-Mangel, Yin-Mangel, Schleim-Feuchtigkeit, Blut-Stase, Hitze-Toxin) individuelle Rezeptur; nur unter qualifiziertem TCM-Onkologen—keine „Antikrebs“-Hausmittel. (2) Akupunktur: unterstützend bei Krebschmerz (Studien ~83,5 % Linderung), Übelkeit/Erbrechen/Schlafstörung/Müdigkeit unter Chemo/Bestrahlung, Verdauung, Schlaf, Stimmung. (3) Ernährung: musterangepasst—Qi-Mangel: Qi und Blut tonisieren (Hirse, Huhn, rote Datteln, Yam etc.); Yin-Mangel: Yin nähren (Silberohr, Lilie, Birne, Mungbohne); Schleim-Feuchtigkeit: Milz stärken, Feuchtigkeit ausleiten (Hiobsträne, rote Bohnen, Wintermelone). (4) Emotion: Angst und Depression verschlechtern die Krankheit; positive Einstellung mit ~25 % besserem Ansprechen und 1–2 Jahre längerer Überlebenszeit; tägliche Entspannung, z. B. Baduanjin, Familienaustausch; Angehörige: ermutigen, begleiten, keine negativen Formulierungen.
TCM kann den gesamten Krebsweg begleiten. Früh: nach OP Erholung, Qi stärken, Restpathogen eliminieren, Rückfall-/Metastasenrisiko senken. Während Chemo/Bestrahlung: Übelkeit/Erbrechen/Haarausfall/Mundschleimhaut/Müdigkeit reduzieren, Therapie durchhaltbar machen—Studien: Übelkeit/Erbrechen von 78,5 % auf 36,2 %, Haarausfall von 82,1 % auf 51,3 % gesenkt, Therapievollständigkeit um 38,7 % erhöht. Fortgeschritten: wenn OP/Chemo/Bestrahlung begrenzt sind, TCM als Rückgrat—Kontrolle, Leidenslinderung, Überlebensverlängerung, Lebensqualität, Leben mit Krebs. Reha: Jahre 1–3 nach Behandlung hohes Rezidivrisiko; langfristige TCM-Regulation zur Rezidivprophylaxe.
Mythos 1: TCM heilt Krebs, Westmedizin unnötig—gefährlich. TCM ist adjuvante und regulative Unterstützung, ersetzt nicht OP/Chemo/Bestrahlung. Reine TCM bei frühem Krebs: ~31,2 % höhere Rezidivrate als integrativ. Mythos 2: „Antikrebs“-Hausmittel und Wundermittel—unbekannte Inhalte, Leber-/Nierenbelastung, Behandlungsverzögerung. Mythos 3: Kräuter kollidieren immer mit Westmedizin—unter gemeinsamer Führung von TCM- und West-Arzt können Kräuter und Westmedikamente sinnvoll kombiniert werden; alle Medikamente offenlegen. Mythos 4: TCM bei Krebs = nur Kräuter—Kräuter, Akupunktur, Ernährung und emotionale Pflege gehören zusammen; eine Methode allein reicht nicht.
Kosten? TCM-Krebstherapie meist günstiger als West-Chemo/zielgerichtete Therapie; Kräuterkosten oft ca. 1000–3000 RMB/Monat; viele Kräuter erstattungsfähig. Wann Wirkung? Oft nach 1–3 Monaten bei Schmerz, Appetit, Energie; Tumorrückbildung kann 3–6 Monate dauern—Durchhalten wichtig. Für alle geeignet? Die meisten ja; bei schwerem Leber-/Nierenversagen, massiver GI-Blutung, extremer Spät-Debilität oder Kräuterallergie Vorsicht oder Kontraindikation—TCM-Onkologe muss entscheiden. Nebenwirkungen? Deutlich milder als Chemo/Bestrahlung und meist beherrschbar; leichte Diarrhö/Blähung/Mundtrockenheit oft durch Rezeptanpassung. Nur unter qualifiziertem Therapeuten. Wie finde ich einen seriösen TCM-Onkologen? Bevorzugt TCM-Onkologie an Schwerpunktkliniken oder anerkannte TCM-Onkologie-Zentren; auf Facharzt-/Oberarzt-Titel und 10+ Jahre Erfahrung achten; „Wunderheiler“ im Netz und unseriöse Anbieter meiden.
TCM-Krebstherapie ist ein unverzichtbarer Teil integrativer Krebsversorgung. Ihre Stärken—Gesundes stützen, Pathogenes ausleiten, Wurzel und Zweig behandeln—können Leid mindern, Rückfallrisiko senken und Überleben sowie Lebensqualität verbessern, besonders bei fortgeschrittenem Krebs, unter Chemo/Bestrahlung und in der Reha. Entscheidend sind Musterdifferenzierung und integrative TCM-West-Versorgung; weder TCM allein überbewerten noch ablehnen. Gemeinsam mit West- und TCM-Ärzten einen individuellen Plan erstellen. Dieser Leitfaden dient nur der Information. Wir wünschen Ihnen einen wissenschaftlich fundierten, effektiven Weg im Kampf gegen Krebs.
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